Alternde Katzen und Hunde: Alter von Krankheit unterscheiden

„Er wird eben alt“ verdeckt vieles. Mehr trinken, nächtliche Unruhe, Gewichtsverlust — nichts davon gehört zum normalen Altern.

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Tiere verbergen Unwohlsein; das ist ein Reflex, der darauf beruht, nicht schwach zu wirken. Im Alter schafft dieser Reflex für uns ein eigenes Problem: Die Zeichen kommen allmählich, der Halter gewöhnt sich daran und bemerkt sie nicht.

Am häufigsten übersehen wird genau diese Unterscheidung: was das Alter selbst ist und was Zeichen einer Erkrankung.

Nicht Teil des normalen Alterns

Das Folgende sollte man nicht mit „wird halt alt“ abtun:

  • Deutlich mehr Trinken und entsprechend häufiges Urinieren
  • Gewichtsverlust — auch bei normalem Appetit
  • Übler Geruch aus dem Maul
  • Atemnot, schnelles Ermüden schon bei kurzen Spaziergängen
  • Nächtliche Unruhe, zielloses Umherlaufen, Schwierigkeiten, den Halter zu erkennen
  • Mühe beim Treppensteigen oder Aufspringen aufs Sofa, Steifheit
  • Neue derbe Knoten in der Haut, schnell wachsende Schwellungen

Ein Teil davon sind erste Zeichen von Erkrankungen, die mit dem Alter häufiger werden. Manches ist früh erkannt beherrschbar — und spät erkannt nicht mehr.

Die Kontrollen ändern sich

Während bei einem jungen Tier einmal jährlich als ausreichend gilt, verkürzt sich der Abstand im Alter, und auch der Inhalt ändert sich: nicht nur Untersuchung, sondern auch die Kontrolle von Blut- und Harnwerten. Welcher Abstand passt, entscheidet der Tierarzt, der das Tier sieht.

Der eigentliche Gewinn liegt im Vergleich: Liegen Werte aus einer gesunden Phase vor, wird die Bedeutung späterer Messungen viel klarer.

Die Zähne werden meist übersehen

Die Maulgesundheit ist bei älteren Tieren das am häufigsten ausgelassene Thema. Schlechter Atem wird für „Hundegeruch“ gehalten, ist aber meist ein Zeichen von Zahnstein und Zahnfleischentzündung. Ein schmerzendes Maul senkt den Appetit, fehlender Appetit führt zu Gewichtsverlust, und der verstärkt alles andere.

Die Wohnung anpassen

  • Teppiche oder rutschfeste Matten auf glatten Böden — die günstigste Verbesserung bei Gelenkproblemen.
  • Eine Katzentoilette mit niedrigem Rand; älteren Katzen fällt der hohe Einstieg schwer.
  • Eine Stufe oder Rampe zu den Lieblingsplätzen.
  • Wasser und Futter näher und leichter erreichbar, bei Bedarf erhöht.
  • Das Bett in eine warme, zugfreie Ecke stellen.

Zwei Punkte speziell für Alanya

Hitze setzt älteren Tieren weit mehr zu als jungen; bei Herz- oder Atemproblemen sollte die Schwelle im Sommer niedrig liegen. Spaziergänge auf den frühen Morgen und späten Abend zu legen, ist im Alter keine Vorliebe mehr, sondern notwendig.

Zweitens: Ein langer Flug mit einem alten Tier ist eine eigene Entscheidung. Wenn Sie eine Rückkehr ins Ausland planen, besprechen Sie das vorher mit Ihrem Tierarzt; manchmal ist die Reise selbst das Risiko.

Diese Seite ist allgemeine Information. Die genannten Zeichen sind keine Diagnoseliste; sehen Sie eines davon bei Ihrem Tier, gehört die Beurteilung zum Tierarzt.